OskarMaria lebt und arbeitet in Frankfurt - hier mit Sohnemann. Wenn freie Zeit fürs Internet bleibt, dann gibt es hier neue Beiträge. Lieblingszitat: "Von den Dreien, Staat, Regierung und Ich - bin ich der stärkste. Das merkt euch!" (Ret Marut aka B. Traven im Ziegelbrenner)
Nachtrag: OskarMaria das ist eine kleine Verbeugung vor dem beinahe vergessenen Schriftsteller Oskar Maria Graf. In Zeiten der Bücherverbrennungen wurden seine Werke von den Nazis verschont, ja sogar teilweise empfohlen. "Verbrennt mich!" schrieb er 1933 in der Wiener Arbeiterzeitung, "nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht, zu verlangen, dass meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände und die verdorbenen Hirne der braunen Mordbanden gelangen!" Schließlich floh er in die USA - dort lebte er in bescheidenen Verhältnissen. Deutschland wollte den unbequemen Mann nach dem Krieg nicht wieder haben. Er starb 1967 in New York. Literaturempfehlung: Wir sind Gefangene - Autobiograhie 1927.
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Geschichten um zwei Männer mit Bart und mit Musikbegleitung
Geschrieben von: OskarMaria
Dienstag, den 17. Februar 2009 um 02:01 Uhr
Das Gesicht mit dem dichten Vollbart und den langen Haaren brachte mich in Rage. Das war doch der Kerl, den ich seit zig Jahren nicht mehr gesehen hatte. Aber dem ich beim nächsten Zusammentreffen unbedingt meine Faust ins Gesicht ballern wollte - ohne Vorwarnung, ansatzlos, mit voller Wucht und aus tiefster Überzeugung, damit das Richtige zu tun.
Dabei scheint der Musiker, der eigentlich abgebildet ist, das Gegenteil von jenem Typ zu sein, den ich so gerne vermöbelt hätte, auch wenn er auf dem Foto genau so aussieht. Auf der Bühne wirkt er völlig unspektakulär, gibt sich zurückhaltend, fast scheu. Sam Beam (Foto) ist der Künstler hinter Iron & Wine, jener Folk-Rock Formation, um die es heute teilweise geht.
Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Jan Roemer aka FreakAlive, der das Frankfurter Konzert von Iron & Wine in beeindruckenden Fotos festgehalten hat. www.freakalive.de
Beim Hören des aktuellen Albums von Marianne Faithfull bin ich wieder über ihn gestolpert. Die englische Sängerin hat ein Lied von ihm gecovert. Ich erinnerte mich, dass ich im frühen Venylzeitalter als Folkfan auch mal eine Platte von ihm besessen haben müsste. Die aber wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten verlustig gegangen ist. Also habe ich mich auf die Suche nach Jackson C. Frank gemacht, jenem Folksänger, von dem hier die Rede ist.
Catch a boat to England baby Maybe to Spain Wherever I have gone Wherever I've been and gone Wherever I have gone The blues run the game
Club der toten Musiker oder David Ackles wiederbelebt
Geschrieben von: dYlan
Freitag, den 20. Juli 2007 um 17:05 Uhr
Meine Verflossene nervt. Ihr Privatleben scheint aus den Fugen geraten zu sein, also steht sie jeden Tag bei uns zuhause auf der Matte. Und will unbedingt mit den Kids Gassi gehen. Doch die sind inzwischen selbstständig geworden und wollen möglichst ihre eigenen Wege gehen. Also bin ich das nächste anzusprechende Opfer, der ich hilflos vor dem Bildschirm sitze und an einem Beitrag arbeite. Sie hätte im Radio gerade diejenige oder denjenigen gehört, die Musik hätte sie persönlich angesprochen. Ob ich nicht so nett wäre und ihr die auf die Schnelle mal besorgen könne....
Vielen wird Willy Astor nur als Blödler und Standup-Comedian mit Kabarett-Einschlägen im Sinn sein. Aber einen nicht unwesentlichen Teil seiner Programme machen selbstgeschriebene Stücke aus, die er nicht unbedingt einfach mit seiner Gitarre begleitet. Dass Willy Astor mit seiner Gitarre noch viel mehr kann, als nur rumalbern, beweist er mit seiner "blauen CD" - wie er sie selber nennt.
Jetzt kann man sich auch bei Amazon mit mp3-Musik eindecken. Die Titel sind mit 256 kBit/s kodiert, angeblich hält das Internet-Versandhaus über fünf Millionen Stücke vorrätig. Will man einzelne Titel herunterladen, dann geht das ohne extra Software. Doch für ganze Alben muss man den Amazon-Downloader installieren. Auch hier wird der Verbraucher wieder unnötig gegängelt. Angeblich gäbe es im Moment 2000 Alben zum Einführungs-Sonderpreis für unter fünf Euro, doch im Gegensatz zu Saturn konnte der Autor keine finden, die seinem Musikgeschmack entsprechen. Selbst olle Kamellen sind deutlich teurer. Keine Ahnung wie sich die mp3-Preisgestaltung im Einzelnen gestaltet: Fast 10 Euro für ein Album, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat, sind ein deutlich überhöhter Preis. Da die Distribution via Internet fast nichts kostet, wird die Beute wahrscheinlich hauptsächlich zwischen Händler und Plattenfirma verteilt. Es wäre interessant zu wissen, wie viel davon bei den beteiligten Künstlern ankommt. Der Lernprozess im Musikbusiness scheint noch nicht abgeschlossen. OskarMaria, 01.04.2009
Kostprobe auf neues Album
Lhasa de Sela, musikalische Grenzgängerin zwischen Mexiko und Kanada, arbeitet an einem neuen Album. Das teilt zumindest ihre Webseite mit, die ansonsten aber kaum etwas inhaltlich zu bieten hat. Das Album soll am 21. April 2009 in Europa erscheinen, mehr Informationen dazu gibt es aber nicht. Als kleine Kostprobe wird allerdings eine Singleauskopplung angeboten, die musikalisch gesehen, Altbekanntes von der Sängerin bietet, die wir aber trotzdem unseren Lesern nicht vorenthalten wollen:
Oskarmaria, 24.03.2009
Musik vom Saturn
Im Internetshop der Kaufhauskette Saturn gibt es bis Ende März Sonderangebote. Alben können für fünf Euros als mp3 ganz ohne Kopierschutz und lästige Zwangssoftware heruntergeladen werden. Der Autor hat den Download-Laden gerade mal getestet. Tatsächlich finden sich auch seltene Titel im Angebot, die es als CDs nicht mehr gibt. Man muss sich registrieren, kann dann per Kreditkarte oder per Lastschrift bezahlen. Nach der Kasse bekommt man einen Link zum Download, den man bis zu drei Mal wiederholen kann. Beim Autor gab es Schwierigkeiten. Die ersten beiden Downloads blieben alle hängen, erst beim Dritten klappte es. Die Geschwindigkeit war allerdings dürftig - immer wieder stockte das Herunterladen und setzte sich erst nach längeren Pausen wieder fort. OskarMaria, 13. März 2009
Fabchannel zieht den Stecker! Gerade erreicht mich die Mitteilung, dass Fabchannel zum 13. März 2009 aufgibt und den Stecker zieht. Das ist schade, denn ich hatte mich als Autor sehr an das Angebot der Holländer gewöhnt und einige Beiträge auf den von Fabchannel mitgeschnittenen Konzerten im Amsterdamer Paradiso aufgebaut. Bitte nutzt die Zeit noch um die drei hervorragenden Konzerte von Calexico, Iron & Wine und Rodrigo y Gabriela Euch anzuhören. Alle drei sind es wert!
Die professionell mitgeschnittenen Konzerte von Fabchannel waren wohl den Musiklabels ein Dorn im Auge. Nach Angaben von Justin Kniest von Fabchannel, hätten immer mehr Labels die Veröffentlichung verboten. So dass für Fabchannel kaum noch interessante Mitschnitte übrig blieben. Doch der Autor vernutet, dass es sicher auch andere kommerzielle Hintergründe gibt, denn Fabchannel lag kein stimmiges Geschäftsmodell zugrunde und hatte wohl auch keinen potenten Investor im Hintergrund. OskarMaria, 06.03.2009